Dr. med Anja Brämer-Maiß, Frauenärztin & Naturheilverfahren

Vorsorge Plus+

Sehr geehrte Patientin,

Es gibt moderne diagnostische Methoden, die Ihnen eine sehr hohe Sicherheit bei der Früherkennung gynäkologischer Erkrankungen bieten. Ich möchte Ihnen hier einige Untersuchungen vorstellen, die eine sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Vorsorgeuntersuchung darstellen.

- Thinprep/Dünnschichtzytologie
- HPV-Test
- Enzymatischer Stuhltest
- Vaginal-Ultraschall
- Brust-Ultraschall

 

Thinprep / Dünnschichtzytologie:

Zur Krebsfrüherkennung wird dieser Abstrich vom Gebärmutterhals schmerzfrei mit einem feinen Bürstchen entnommen. Das so gewonnene Material wird in einer Spüllösung aufgeschwemmt, so dass die Zellen sauber getrennt werden und sorgfältig einzeln begutachtet werden können.

In Ergänzung zur herkömmlichen Zytologie, bei der ein breitflächiger Abstrich mit übereinander liegenden Zellschichten gewonnen wird, kann so eine differenziertere Beurteilung des Zellmaterials erfolgen. Wir empfehlen, diese Untersuchung einmal im Jahr zuchzuführen.

 

HPV-Test:

Hierbei handelt es sich um die Untersuchung auf ein Virus (humanes Papilloma-Virus), dessen Hochrisiko-Varianten für die Entstehung eines Gebärmutterhals-Krebses verantwortlich sind.

Falls Sie Träger dieses Virus sind, sollten in der Folge die Abstriche vom Gebärmutterhals zur Früherkennung in kürzeren Abständen als üblich erfolgen (Diese werden dann von der Kasse bezahlt).

Wenn dieses Virus bei Ihnen jedoch nicht nachweisbar ist, ist die Entstehung eines Gebärmutter- hals-Krebses sehr unwahrscheinlich. Diese Untersuchung ist alle 2-3 Jahre empfehlenswert und erfolgt beim Abstrich vom Gebärmutterhals.

 

Enzymatischer Stuhltest:

Dieser Test gibt wesentlich eher als die herkömmlichen Tests Aufschluss über einen entstehenden Darmkrebs. Er ist eine sinnvolle Früherkennungsmaßnahme, insbesondere bei Frauen, die noch unter der Altersgrenze von 55 Jahren für die gesetzliche Vorsorge-Darmspiegelung liegen oder die diese nicht durchführen lassen möchten.

 

Vaginal-Ultraschall:

Mittels einer Ultraschalluntersuchung durch die Vagina kann man frühzeitig krankhafte Veränderungen der Gebärmutter und der Eierstöcke erkennen.

Es ist empfehlenswert, diese Untersuchung 1-2x jährlich durchführen zu lassen. Dies gilt für alle Altersgruppen.

 

Brust-Ultraschall:

Mit einer Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen und der Achselhöhlen lassen sich Knoten ab einer Größe von ca. 3 mm erkennen.

Diese Untersuchung ist in der Früherkennung von Brustkrebs einer Mammographie vergleichbar, bei Frauen unter 50 Jahren wegen des dichten Drüsengewebes im Allgemeinen sogar besser. Bei einer Ultraschalluntersuchung tritt keine Strahlenbelastung auf.

 

Für weitere Fragen stehen mein Praxisteam und ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Bei den aufgeführten Untersuchungen handelt es sich nicht um Maßnahmen im Rahmen der von den gesetzlichen Krankenkassen getragenen Krebsfrüherkennung.